Die ersten Anfänge
Lehrer Georg Pauli aus Hinkelhof begeisterte im Jahre 1910 einige Jungen für den Sport. Nach der Schulentlassung wollten die Jungen die in den Turnstunden gelernten Wettspiele in ihrer knapp bemessenen Freizeit weiter betreiben.
Karl Zinkhan, Georg Krack, Heinrich Kirchner (Durwes), Klaus Strott (Gertrauds), Adam Richter, Nikolaus Stang, Georg Heizenröder, Heinrich Dörr, Adam Krack, Johannes Schlemmer, Johannes Bürger und Georg Kirchner.
Es wurde Schlagball, Schleuderball, Grenzball (eine Art Rugby) und Faustball gespielt.
Ein Sportplatz stand nicht zur Verfügung.
Auf einer gemähten Wiese oder auf einer geeigneten Viehkoppel wurde trainiert und gespielt. Die Trainings- und Spielzeiten wurden vorher untereinander abgesprochen. Lehrer Georg Pauli hatte kollegiale Beziehungen nach Schwarzenfels, Züntersbach und Schlüchtern. Die Jungen Burschen aus diesen Ortschaften waren meistens die ausgewählten Gegner. Die Spiele fanden an den Sonntagnachmittagen gegen 14.00 Uhr statt. Die Vorbereitungen waren schnell getroffen Glücklich waren die jungen Burschen, wenn sie die von der Freifrau Ludovica von Stumm, Ramholz, gestiftete Fahne aufgrund eines Sieges wieder mit nach Vollmerz nehmen konnten. Diese Fahne hatten die Vollmerzer lange Zeit in ihrem Besitz. Es wurden schon erstaunliche Leistungen erzielt. So erreichte Georg Krack im Schleuderballweitwurf auf einem Fest in Elm die beachtliche Weite von 47 m. Die Fahne wurde 1914 von Freifrau Ludovica von Stumm dem Kreis Schlüchtern übergeben, die jeder Verein für besonders gute sportliche Leistungen erhalten konnte.
Folgende Namen wurden von Karl Zinkhan und Georg Krack genannt:
Trikotschwierigkeiten gab es nicht, es waren keine Trikots vorhanden. Die Wege wurden zu Fuß zurückgelegt. Gespielt wurde in gewöhnlichen Straßenstiefeln oder gar barfuss. Schiedsrichter war meist ein Lehrer oder ein sportbegeisterter Zuschauer. Nach etwa 2 Stunden wurde der Heimweg wieder angetreten.
Nicht nur der Sport, sondern die Kameradschaft nahm einen hohen Stellenwert ein. So wussten die beiden Gründer von einem Ausflug auf die Wasserkuppe zu berichten. Am Sonntagmorgen nach dem Füttern der Kühe usw. ging es über Heubach, Uttrichshausen, Döllbach zunächst nach Thalau. Hier wurde in einer Wirtschaft ausgiebig Kaffee getrunken. Die Wirtin musste eine ganze "Manne" Brötchen auffahren. Gut gestärkt ging es weiter über Gichenbach, Altenfeld, Gersfeld zur Wasserkuppe. Um die Mittagszeit war das Ziel errecht.
Hier sah man sich die Flugkünste der Segelflieger an. Am Spätnachmittag ging es zurück nach Gersfeld und mit der Eisenbahn zurück nach Vollmerz.
Viele Degenfelder Bürger schüttelten über diese Sportler den Kopf. Die Jungen ließen sich nicht entmutigen, hielten zusammen und pflegten die Kameradschaft.
Der Ausbruch des ersten Weltkrieges zwang zu einer Pause im Sportwettkampf.

